Die Kunst des Kampfes mit der kurzen Kette

Die Erfindung des Kusari Fundō 鎖分銅 schreibt man Dannosin Tosimitsu Masaki, dem Wachhabenden des Haupttores der Edo (Tokio) Festung zu. Die oft vorkommenden Auseinandersetzungen mit Banditen und Landstreichern führten meistens zu einem blutigen Ende, was nicht unbedingt nötig war. Es genügte, den Gegner leicht zu verletzen und unbeweglich zu machen, zumal die Gesetze der Samurai ermunterten die Benutzung des Schwertes zu solch einem niedrigen Ziel wie die Auseinandersetzung mit einem Landstreicher nicht einzusetzen. Genau deswegen bot Masaki an, eine Kette mit zwei Gewichten an den Enden als die Hauptwaffe der Wache zu verwenden. Er nannte sie „Manrikigusari“, was wörtlich übersetzt „eine Kette mit der Kraft der zehn Schwerter“ bedeutet, oder im weiteren Sinne „die allmächtige Kette“. Und schon bald trugen die Samurais, die das Haupttor bewachten, diese Kette um die Hüfte. Weiterlesen