Kanyou-Ryū Blog

Markus Behmer - Bujinkan Dai Shihan

Monat: März 2016

Kamae 構え

Tai Kamae 体構え

Gleich zu Beginn des Studiums des Bujinkan Budō Taijutsu erlernt jeder Schüler die grundlegenden  Körperhaltungen / Kampfpositionen – die Kamae 構え.

Dies geschieht im Anfangsstadium noch in einer statischen Form durch einfaches Einnehmen der unterschiedlichen Positionen. Dabei wird sehr viel Wert auf Details wie korrekte  Fuß-, Armposition, usw. gelegt.

Anfangs erscheint dem Schüler das genaue Einnehmen der Kamae als schwierig und die Stellung als äußerst unnatürlich. Erst langsam stellt sich dann mit zunehmender Übung ein gutes „Körpergefühl“ in diesen Positionen ein. Weiterlesen

Die Kunst des Randori

Für die meissten Bujinkan-Ausübenden besteht der Hauptteil ihres Trainings im einüben von Kata aus den neun Ryu-ha – dem Keiko (Partnerübungen). Aus meiner Sicht sind diese Kata ein essentieller Bestandteil unserer Kampfkunst, um wichtige Fähigkeiten wie richtiges Distanzgefühl, Timing, richtiges Ausweichen usw. zu entwickeln. Am Anfang erlernen wir durch die Kata die Techniken, die unser System ausmachen und noch viel mehr – durch das Kata-Training lernen wir die richtige Strategie für einen reellen Kampf. Man lernt nicht was in einem Kampf zu tun ist, sondern man lernt wie man es zu tun hat. Weiterlesen

Keiko (Partnerübungen)

Beim Training im Ninjutsu gibt es eigentlich keine Gegner in dem Sinne, sondern meines Erachtens gibt es nur Trainings- oder Übungspartner, die sich beide einander helfen Fortschritte auf bestimmten Gebieten zu machen. Hauptbestandteil des Trainings sollte das Vervollkommnen der eigenen Geschicklichkeit und nicht die Niederlage des Gegenübers sein. Dies ist, denke ich, auch ein Grund warum es im Ninjutsu keine Wettkämpfe gibt, da jeder versuchen würde den anderen unbedingt und mit aller Macht, oder mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu besiegen, um siegreich über den anderen triumphieren zu können. Dies ist, meiner Meinung nach, nicht Sinn und Zweck einer Kriegskunst, sondern Kampfsport. Man soll sich beim Erlernen verschiedener Techniken und Übungen gegenseitig unterstützen, auch wenn einer von beiden vielleicht geschickter sein sollte als der andere. Schließlich wollen doch beide, Tori und Uke, vom Training profitieren. Weiterlesen

Trainingsprinzip – Shu Ha Ri

Was bedeutet Shu-Ha-Ri? Wörtlich übersetzt bedeuten die Worte:

SHU bewahren
HAdurchbrechen
RI loslösen

Im Sinne des traditionellen Trainings im Bujinkan beziehen sich diese drei Stufen auf die Entwicklungsabschnitte eines Kampfkünstlers. SHU steht für das Erlernen der Formen, HA für das Durchbrechen der Formen und RI für die Transzendenz. Das Prinzip steht für den Weg in den Kampfkünsten vom Shoshinsha (vergleichbar eines Kindes) über den fortgeschrittenen Schüler (Jugendlicher) zum Sensei (Erwachsenen). Budo ist somit ein Entwicklungs- oder Reifeprozess. Hierbei hängt es vom Übenden ab, wie er diesen Prozess gestaltet. Die Vervollkommnung der Form (oder Waza, Kata, Technik) soll zum Reifen des Menschen beitragen. Fortschritte sollen nicht nur an der Perfektionierung der Techniken, sondern ebenso an der Haltung (Shisei) und des Menschen (Jin) arbeiten. Weiterlesen

Ten Chi Jin Ryaku no Maki 天地人略の巻

Bujinkan Dôjô Shinden Kihon Kata

Dieses Buch enthält die Prinzipien des Himmels (Ten), der Erde (Chi) und des Menschen (Jin). Es wurde von Soke Hatsumi als Grundlagenwerk zusammengestellt, aus Teilen der einzelnen Schulen (Ryu-ha) in denen er Großmeister (Soke) ist oder die höchste Lehrlizenz (Menkyo-kaiden) besitzt. Weiterlesen

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